Grundschule Luruper Hauptstraße

Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein…

Das vor 35 Jahren erschienene Gedicht des Lyrikers und Pädagogen R.O. Wiemer inspiriert und bewegt noch heute die Menschen, sich auch in unserem Stadtteil für Bedürftige einzusetzen und ehrenamtlich tätig zu sein.

Die Sozialpädagogin Frau H. Günay an unserer Grundschule Luruper Hauptstraße gehört zu diesen engagierten Menschen, die sich seit langem ehrenamtlich für die Unterstützung der Obdachlosenorganisation „Engel in den Straßen“ einsetzt.

Frage: Wie und wann sind Sie auf das Projekt aufmerksam geworden?

H.Günay: Vor vier Jahren habe ich mich mit unserem Elternrat auf die Suche nach einem sozialen Projekt vor Ort in Hamburg gemacht. Hierbei sind wir auf das Projekt aufmerksam geworden, das sich um Hilfsbedürftige in unserer eigenen Stadt kümmert.

Frage: Wer kann für die Bedürftigen in unserer Stadt spenden und was kann gespendet werden?

H.Günay: Jede/-r kann etwas spenden, der helfen möchte. Es werden Lebensmittel, Hygieneartikel, Futter für ihre Vierbeiner und vieles mehr gebraucht. Jede Dose und jede Gabe ist willkommen.

Frage: Was bedeutet Ihnen Ihr wiederkehrender Einsatz für Ihre Mitmenschen?

H.Günay: Es ist mir eine Herzensangelegenheit, die ich gerne alle Jahre wieder mache, denn in oder trotz der Vielfalt Lurups haben die Luruper die gemeinsame Devise, Menschen in Not zu helfen.

In diesen dunklen Wintermonaten und auch Pandemie belasteten, krisengeschüttelten Zeiten erscheint eine solche Unterstützung für die wirklich Schwächeren in unserer Gesellschaft wie ein Engelsbesuch oder freundlicher Lichtschein, der einmal mehr die Bedeutsamkeit eines jeden Einsatzes für mehr Mitmenschlichkeit wieder erhellt. „Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel. Sie gehen leise… Vielleicht ist einer, der gibt dir die Hand. … Dem Hungernden hat er das Brot gebracht, der Engel. …“ Oder zeitgenössisch: Anstatt über Krisen zu klagen, kann jede/-r bemerken, wo trotz der eigenen Sorgen Hilfe gebraucht wird und mitmachen, die Not ein wenig zu lindern, zum Beispiel durch die Unterstützung der „Engel in den Straßen“.                                                     (BAP)